Wir berichten von der Vertreterversammlung 2011
Die Ordentliche Vertreterversammlung fand in diesem Jahr am 22. Juni 2011 statt. In bewährter Tradition wurden im Vorfeld auf drei Vertretervorberatungen die Ergebnisse des Jahresabschlusses 2010 vorgestellt und diskutiert.
Zu Beginn der ordentlichen Vertreterversammlung begrüßte der Aufsichtsratsvorsitzende, Herr Eginhardt Seyfarth, die anwesenden Vertreter und Gäste und stellte zunächst die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Anschließend gab der Sprecher des Vorstandes, Herr Wolfram Gay, umfassende Informationen zum vorliegenden Geschäfts- und Lagebericht.
Die Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2010 weisen für die Potsdamer Wohnungsgenossenschaft 1956 eG ein positives Ergebnis aus. Mit 0,6 Prozent zum 31.12.2010 konnten wir die Leerstandsquote auf einem sehr niedrigen Niveau halten. Im Sinne der Aufwertung der Wohnverhältnisse unserer Mitglieder wurde das Neubau- und Sanierungskonzept konsequent fortgesetzt. Herr Gay stellte in seinen Ausführungen mehrere Projekte mit unterschiedlichen Planungsphasen vor, mit denen die PWG 1956 eG in den nächsten Jahren das Wohnungsangebot für seine Mitglieder verbessern will. Aktuell ist die Fertigstellung des Vorhabens Ruinenbergstraße 4-10 zum Jahresende 2011 geplant. In der Stiftstraße 7 sollen 2012 20 barrierefreie Zwei-Raum-Wohnungen entstehen. Für die Wiedererrichtung der Potsdamer Mitte sind ebenfalls Neubauprojekte geplant.
Im zehnten Jahr des Bestehens der Spareinrichtung konnte aktuell eine Einlagenhöhe von 33 Millionen Euro erreicht werden. Die im Rahmen der Gemeinschaftspflege unterbreiteten Angebote werden von den Mitgliedern gut genutzt.
Auf der Tagesordnung der Vertreterversammlung steht immer auch die Bekanntgabe des Ergebnisses der Wirtschaftsprüfung. In Ergänzung zur bisherigen Praxis erläuterte Wirtschaftsprüfer Herr Klaus-Peter Ohme sehr anschaulich wichtige Eckdaten zum Jahresabschluss. Er verwies auf die Erfordernisse des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), das zum 01.01.2010 in Kraft getreten ist und umfangreiche Änderungen des Handelsbilanzrechts beinhaltet. Die PWG 1956 eG steht nach Aussage von Herrn Ohme auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament, so dass auch mittel- und langfristig der genossenschaftliche Auftrag – die Förderung der Mitglieder –erfüllt werden kann. Die Rechnungslegung entspricht den gesetzlichen Vorgaben und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung werden eingehalten. Der Jahresabschluss wurde ordnungsgemäß aus dem Buchwerk der Genossenschaft entwickelt und der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften und steht im Einklang mit dem Jahresabschluss. Der Prüfungsverband konnte deshalb auch in diesem Jahr den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilen.
Im Anschluss an den Geschäfts- und Lagebericht hielt Herr Seyfarth den Bericht des Aufsichtsrates und Herr Ohme vom Prüfungsverband verlas das zusammengefasste Prüfungsergebnis zum Jahresabschluss 2010. Nach der Diskussion zum Geschäfts- und Lagebericht wurden alle den Vertretern vorgelegten Beschlüsse einstimmig bestätigt sowie Vorstand und Aufsichtsrat entlastet.
Turnusgemäß stand die Neu- bzw. Wiederwahl von drei Aufsichtsratsmitgliedern an. Das langjährige Mitglied Frau Helga Hefti schied satzungsgemäß aus Altersgründen aus dem Aufsichtsrat aus. Herr Seyfarth erinnerte an wichtige Entscheidungen, die gemeinsam erarbeitet, diskutiert und umgesetzt wurden, wobei sich Frau Hefti stets konstruktiv-kritisch und mit großem Engagement einbrachte. Herr Ohme überreichte ihr im Auftrag des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V: (BBU) die Ehrenmedaille der Wohnungswirtschaft in Silber. Mit bewegenden Worten bedankte sich Frau Hefti bei allen Anwesenden für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in den verschiedenen Gremien.
Die Herren Steffen Linke und Klaus Meyer sind bereits seit vielen Jahren im Aufsichtsrat tätig und stellten sich zur Wiederwahl. Als weitere Kandidatin vorgeschlagen wurde Frau Kathrin Busse-Suppé. Die Juristin war mehrere Jahre in einer Berliner Anwaltskanzlei unter anderem auch für unsere Genossenschaft beratend tätig. In der offenen Abstimmung wurde den Kandidaten das Vertrauen der Vertreterversammlung ausgesprochen.

